Portrait Bea Tholen

Bea Tholen

Bea bringt für ihre Arbeit eine Leidenschaft für große (Gesellschafts-) Visionen und eine Geduld für kleinschrittige Prozesse mit. Sie hat ein gutes Ohr für menschliche Zwischentöne und gleichzeitig eine Struktur für das größere Ganze im Kopf. Als ausgebildete Philosophin, Germanistin und Arabistin hat sie zudem ein Faible für Sprache, komplexe Gedanken und sensible Kommunikation. Systemisches Coaching, Demokratiepädagogik und Diversitätsorientierte Prozessbegleitung bilden dabei das Fundament ihrer Arbeit.

Bea hat Erfahrungen mit

  • der Prozessbegleitung und Supervision von Einzelpersonen, Teams und Organisationen seit 2009
    Schwerpunkte: Bildungseinrichtungen (Kita, Schule, Hort), Vereine, Netzwerke, selbstführende Teams

  • der Leitung der Ausbildungen „Systemische Beratung“ und „Systemische Schulberatung“

  • der Moderation von Seminaren und Workshops in international agierenden Organisationen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen in Mitteldeutschland

  • Konfliktmoderation und Mediation

  • Diversitätsorientierte Prozessbegleitung (Schwerpunkte Gender, Rassismus, Adultismus)

  • Konferenzorganisation und -moderation

  • Großgruppenmoderation (bis 70 Teilnehmende)

  • Projektplanung und -leitung

  • längeren Studien- und Arbeitsaufenthalten in Großbritannien, Syrien, Jemen und Polen

  • Buchhaltung für Kleinunternehmen und gemeinnützige Vereine

Weiterbildungen, die ihr
Wirken nachhaltig inspirieren

  • Systemisches Coaching und Supervision
    (DGSF-zertifiziert), bei der GST Berlin

  • gOE – gemeinnützige Organisationen entwickeln
    bei SOCIUS Organisationsberatung

  • Betzavta/Miteinander – Bildungskonzept zur Demokratie-, Toleranz- und Menschenrechtserziehung

  • Anti-Rassimus-Trainings
    bei Phoenix e.V.

Arbeitssprachen

Deutsch und Englisch

Ich arbeitete vor einigen Jahren in einem Team mit einem hohen Anspruch an die eigene Leistung. Wir hatten hohe Ideale für unser Wirken und spornten uns gegenseitig darin an, neue Erfolge zu erzielen und auf die Gesellschaft positiv einzuwirken. Wer das hohe Maß an Arbeitsumfang und -inhalten nicht umsetzen konnte, äußerte gegenüber anderen ein schlechtes Gewissen.
Als schließlich eine Kollegin wegen Überlastung mehrere Monate krank geschrieben wurde und mehrere Kolleg*innen darüber Unmut äußerten, dass sie nun mehr arbeiten mussten, um das Produktivitätsniveau zu halten, kam ich ins Grübeln. Ich wünscht mir eine wohlwollendere Haltung gegenüber der erkrankten Kollegin und begann auch über unseren Anspruch an die Arbeit im Team nachzudenken. Ich stellte mir Fragen wie:
„Wo können wir uns über Arbeitsumfang und -überlastung austauschen?“
„ Wie können wir unseren hohen Anspruch an die eigene Arbeit umsetzen, ohne dabei das eigene Wohl aus den Augen zu verlieren?“
„Welche Werte sind uns im Team wichtig und wie wollen wir sie leben?“
Nach und nach brachte ich diese Fragen ins Team, traf auf offene Ohren und verschränkte Arme und bemühte mich um zunächst kleine Änderungen in den Arbeits- und Teammeeting-Strukturen. Diese Prozesse waren anstrengend und sie waren wertvoll.
Sie motivierten mich, Fragen nach wertgeleiteter und ganzheitlicher Arbeitsweise auch in andere Teams zu tragen.
Heute ist es mir ein besonderer Anspruch, Teams zu ermutigen, sich Arbeitsstrukturen zu schaffen, die ein wertschätzendes und konfliktsensibles Miteinander ermöglichen und zugleich den sinnstiftenden Anspruch an das Wirken im Blick zu behalten.

Kontakt - Bea Tholen